Monte Solaro
"Eine schöne Wanderung abseits der Touristenströme"

Monte Solaro

Eine exklusive Empfehlung von Matteo Thun

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Wer vor dem großen Touristenandrang auf dem Monte Solaro sein möchte, der sollte früh aufbrechen. Dann drückt die Sonne auch noch nicht so schwer, die Vögel zwitschern fröhlich vor sich hin und plappern über den Tag, bevor ihre lautstarke Unterhaltung von dem bunten Treiben der Landsleute und der Touristen erstickt wird.

Von Anacapri aus führt ein ebener, gepflasterter Weg hoch auf den Gipfel des Berges. Vorbei an saftig grünen Gärten wird der Horizont langsam immer weiter und nach einer Weile erreicht man eine Aussichtsplattform an der Südwestküste. Eine kleine Pause hier lohnt sich. Dann ist Zeit, das erste Magengrummeln mit dem selbst beschmierten Butterbrot zu vertrösten. Der erste Schluck Wasser erfrischt bei Temperaturen, die schnell von angenehmen 18 Grad am Morgen auf drückende 25 Grad am Vormittag steigen. Der Blick schweift langsam über das tiefblaue Meer, zu einem Leuchtturm hinüber bis hin zu den exotischen Felsformationen. Noch einmal tief durchatmen, bevor es zum eigentlichen Etappenziel auf 589 Metern geht. Denn genügend Luft in der Lunge ist nun ratsam: Eine gute Stunde lang geht es wirklich steil bergauf – da sollte man mit seinen Kräften gut haushalten können. Am Wegesrand raschelt es mal hier, mal dort. Wer genauer hinsieht, entdeckt die vielen Eidechsen, die vom Schatten in die Sonne huschen. Es duftet herrlich nach Pinien. Nach einem schweißtreibenden Marsch hat man es dann endlich geschafft. Belohnt werden Ausflügler mit einer herrlichen Aussicht aufs Meer, die Insel bis nach Neapel rüber zum Vesuv. Wer gerne länger rasten möchte, den lädt das kleine – oftmals von Touristen bevölkerte – Restaurant zum Verweilen ein.

 

"Der Blick schweift langsam über das tiefblaue Meer, zu einem Leuchtturm hinüber bis hin zu den exotischen Felsformationen."

Wer nicht zurück nach Anacarpi muss, sollte beim Hinabsteigen eine andere Route wählen: Nämlich die, die über Monte Cappello führt. Das ist der kleine, unscheinbare Nachbar. Wenig beachtet vom Massentourismus, schreit das Leben hier nach Ruhe und Gelassenheit. Nach 15 Minuten Fußmarsch hinab vom Monte Solaro geht es links nach Anacapri und rechts zur Santa Maria a Cetrella Kirche. Gerade aus geht es zum Nachbarberg- Dort wartet die wohl idyllischste Bank Italiens: Zwischen Pinienbäumen und mit Blick auf Meer lassen sich hier alle Sorgen des Alltags plötzlich im Nu vergessen.

Kleiner Tipp am Rande: Wem eine Wanderung zu heiß und zu anstrengend ist, der muss nicht auf die Aussicht verzichten. Von Anacapri aus führt ein Lift auf den Berg hinauf. Der tuckelt zwar im Schneckentempo vor sich hin – doch ein wenig Entschleunigung schadet nicht, schließlich gibt es ja die wohl beste Aussicht auf Capri zum Touristenpreis.

Von Susanne Hoffmann

Wer seine Uhr vergessen hat - die Sonnenuhr am Monte Solaro
An klaren Tagen sieht man von hier bis zum Vesuv.
Anacapri vom Monte Solaro
Anacapri - hier beginnt der Seesellift auf den Monte Solaro
"Von Anacapri aus führt ein Sessellift auf den Berg hinauf."

Kontakt

 

Monte Solaro

Capri, Italy

 

Sessellift auf den Monte Solaro

Bildcredit: Bigstock bigstockphotos.com

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